Seit ich mit mehr oder weniger regelmäßigem Laufen begonnen habe sind nun gute zehn Monate ins Land gegangen – Zeit mal eine Bilanz zu ziehen.
Angefangen habe ich eigentlich aus einer Bierlaune heraus, nach dem Motto “wer läuft die meisten Kilometer in einer Woche” habe ich nach Jahren sportfreier Zeit die alten Laufschuhe wieder aus dem Keller geholt und den inzwischen dicken und faulen Körper von Null auf 100 gejagt. Gesund war das sicher nicht, nach drei Tagen tat mir alles weh und die Füße waren mit Blasen überzogen. Aber aufgeben und sich dem Spott der Freunde aussetzen? Niemals! Also Zähne zusammenbeißen, ordentliche Schuhe kaufen und weiterlaufen…
Rückblickend waren diese “Laufduelle” das Beste was ich machen konnte um mich zu regelmäßigen Läufen zu motivieren (Danke Patrick!). Gerade am Anfang ist der innere Schweinehund besonders gemein und man findet absolut nichts Schönes an der Lauferei. Wenn jedoch der Kollege mal wieder 10Km vorgelegt hat und das auch schön per Mail und SMS breittritt, dann ist man auf einmal doch nicht mehr so müde und faul und rafft sich zu einer abendlichen Runde auf.
Und irgendwann macht das ganze dann Spaß! Bei mir hat das gute zwei Monate gedauert, aber auf einmal ist die Hausrunde nicht mehr so qualvoll, macht Spaß und man überlegt schon wo man morgen lang laufen möchte
Inzwischen laufe ich vier mal die Woche, habe gute zehn Kilo abgespeckt und fühle mich so gut wie seit Jahren nicht mehr! Anfang August bin ich meinen ersten “Wettkampf”, den Halbmarathon in Bonn, gelaufen und habe gleich Blut geleckt. Der nächste Lauf wird Anfang Oktober der Halbmarathon in Köln sein, hier möchte ich mich zeitlich verbessern und unter 1:45 laufen, ziemlich genau ein Jahr nachdem ich mit dem Laufen angefangen habe…